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Eingetragen am 27.06.2008 - Weitere Themen...
Rundreisen, Trekking und Individualreisen in PERU
Die auf den Hochebenen Perus gelegene Stadt Cuzco war der Hauptsitz des Inka-Reiches.
Die Spanier eroberten ab 1532 dieses Land und gründeten für die spanische Krone das Vizekönigreich Peru das auf seinem Höhepunkt vom heutigen Panama bis zum äussersten Süden des Kontinents reichte. 1821 wurde das Land durch Jose de San Martin und Simon Bolivar befreit und erhielt seine Unabhängigkeit.
Bolivar schaffte die Tributpflicht von Indigenen ab, deren Land rissen jedoch oft Grossgrundbesitzer an sich. Rebellionen und Bürgerkriege verhinderten die Entwicklung eines modernen Staates.
Peru ist ein Land mit einer alten Geschichte. Es gibt Anzeichen, dass hier die Spuren der ersten Bewohner des Kontinentes zu finden sind. Sagenhafte Funde von jahrtausende alten Kulturen die erst in den letzten Jahren gemacht wurden, begeisterten die Archäologen und die Nachricht ging um die Welt, man habe die Wiege der Zivilisation Amerikas gefunden.
Der grösste Anteil der Bevölkerung Perus lebt in den Städten, vor allem in der Landeshauptstadt Lima. Gemäss der neusten Volkszählung von 2007, leben etwas mehr als 27 Millionen Menschen in Peru davon knapp 10 Millionen in Lima. Einst wurde sie die Stadt der Könige genannt, so hat sie im Laufe der Jahre etwas von ihrem Prunk verloren. Wer sich aber ein paar Tage Zeit nimmt die Stadt kennen zu lernen, wird freudig überrascht sein von ihrer Vielfalt und ihren freundlichen Menschen. Peru macht „rassenpolitisch“ einen Spagat, die lange und turbulente Geschichte von Eroberungen und Kriegen und die Legenden um die Sagenhaften Goldschätze der Inkas hat viele Menschen aus allen Teilen der Erde hier her gebracht. Es besteht ein grosses Gefälle zwischen Arm und Reich, welches sich vor allem in der Bildung und in der Lebensart niederschlägt. Für viele Peruaner ist es bis heute schwierig eine gute Schulbildung zu erhalten, da sich die staatlichen Schulen immer noch im Aufbau befinden. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder auf private Schulen.
Viele Bauern haben in den 80er Jahren, während das Land unter dem Einfluss der Maoistischen Terrorgruppe
"Sendero luminoso“ litt, ihre ländlichen Gegenden verlassen und sich rund um die Grosstädte niedergelassen. So sieht man auch heute wenn man aus Lima oder Arequipa heraus fährt, viele ärmliche Viertel.
Aus der Völkervielfalt der Bewohner Perus ist eine sehr reiche Kulturform entstanden, die von den Menschen im ganzen Land gepflegt wird. Der Peruaner ist stolz auf seine ausgezeichnete und vielfältige Küche sowie auf die unzähligen regionalen Volksfeste.
Den Reisenden gegenüber sind die Peruaner offen, nicht selten wird man auf den Strassen angesprochen, - woher man denn käme. Auch wenn dies manchmal ein Trick für Taschendiebe sein kann so kann man doch generell sagen, dass die Strassen Perus relativ sicher sind. Wer sich in Peru mit einer gesunden Portion Menschenverstand und Vorsicht bewegt, kann die Offenheit dieser Menschen ohne weiteres erwidern.
Die früheste heute noch erkennbare Hochkultur Perus war die der Chavin de Huantar, die von ungefähr 800 v. Chr. bis 300 v. Chr. existierte.Um den Titicacasee entwickelte sich ab dem
1. Jahrhundert v. Chr. bis etwa 1000 n. Chr. Die Tiahuanaco-Kultur.An der Küste entstanden im Bewässerungsgebiet der Andenflüsse im ersten Jahrtausend n. Chr. verschiedene Kulturen, wie die der Moche, in der Region um Lambayeque und die Chimu-Kultur in der Umgebung von Trujillo wo heute die Ruinen Chan-Chan davon zeugt. Das Reich der Inkas entstand um 1200 n. Chr. und umspannte bis 1532 grosse Teile der heutigen Staaten Kolumbien, Ecuador Peru, Bolivien, Argentinien und Chile.
die Hauptstadt war bekannt als die "Stadt der Könige", sie ist Eingangstor für jede Perureise.
Vom Flughafen aus sind alle Stadtviertel leicht erreichbar. Das Zentrum Limas ist mit seinen wunderschönen Bauten aus der Kolonialzeit, Plazas und Paläste ein sehenswerter Tagesausflug. Unterkünfte und Aktivitäten wie Essen oder Ausgang bieten die Stadtteile Miraflores, Barranco und San Isidro. Miraflores hat sich zum beliebten Touristenstadtteil entwickelt und bietet eine reiche Infrastruktur an. Rund um den Parque Central haben sich unzählige Restaurants, Cafes und Hotels angesiedelt und ist zu einem angenehmen Quartier für Reisende geworden.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die antike Tempelstadt Pachacámac, eine archäologische Fundstätte etwa 40 km südöstlich vom Stadtzentrum von Lima. Die Pachakamaq-Kultur war eine Vorinkakultur, deren Reich einen weiten Bereich der heutigen peruanischen Küste umfasste. Wahrscheinlich war das Pachakamaq-Reich bei der Ankunft der Inkas im 12 Jahrhundert bereits zerfallen.
Lima hat eine gute Küche und bietet unzählige Restaurants für jeden Geschmack an. Bekannt sind die Cevicherias, wo nebst dem bekannten Ceviche, verschiedene Meeresfrucht- und Fischgerichte serviert werden.
„die weisse Stadt“ hat ein angenehmes Klima und ist Ausgangsort für einen Besuch des Colca Canyon.
Arequipa ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und stellt das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des südlichen Perus dar. Die Stadt liegt auf ca. 2‘300m Höhe am Fusse des Vulkanes Misti und hat rund 800.000 Einwohner. Nebst der vielen schönen Kirchen und kolonialen Häuser ist das Kloster Santa Catalina aus dem 16. Jahrhundert wohl die bekannteste Sehenswürdigkeit Arequipas. Die Pazifikküste liegt nur 75km Luftlinie entfernt und beschert der Stadt das ganze Jahr über ein mildes und sonniges Klima mit 300 Sonnentagen. Eine halbe Tagesreise im Bus von Arequipa entfernt befindet sich der Colca Canyon welcher die meisten Touristen in diese Region lockt. Die Schlucht mit bis zu 3‘000m Höhenunterschied gehört zu den tiefsten der Welt und ist das Zuhause der seltenen Kondore. Hier in seiner natürlichen Umgebung kann der mächtige Kondor frühmorgens beobachtet werden wie er sich von der Thermik in die Höhe tragen lässt. Ein Naturschauspiel das täglich mehrere Hundert Touristen anzieht.
ist das Zentrum des ehemaligen Inkaimperiums, der Name bedeutet „Nabel der Welt“.
Cusco liegt auf ca. 3‘500m Höhe und hat etwas über 300.000 Einwohner. Als Regierungssitz der Inkaherrscher war die Stadt während er Kolonialisierung Schauplatz der wichtigsten Geschehnisse. Die wunderschöne Innenstadt mit ihren Gassen und der eindrucksvollen Plazas hat einen eigenen Charme, aber auch geschichtlich und architektonisch gibt es hier vieles, dass Menschen aus der ganzen Welt anzieht. Noch heute sind die Spuren der beiden Kulturen klar ersichtlich. Die unzähligen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung und die fantastische Landschaft inmitten der Anden machen sie zum Magnet vieler Touristen. Als Ausgangspunkt für einem Besuch der Inkastadt Machu Picchu ist sie weltbekannt geworden.
In der näheren Umgebung gibt es mehrere Ruinen die besucht werden können. So ist die grösste von ihnen die Festung Sacsayhuaman, welche auf einem Hügel am Stadtrand liegt und gut zu Fuss oder im Taxi/Bus besucht werden kann. Ein lohnender Tagesausflug in die weitere Umgebung ist bestimmt das heilige Inkatal „Valle Sagrado“. Auf diesem Ausflug können die farbigen Landmärkte von Pizac und Chinchero besucht werden, sowie Urubamba und die Ruine von Ollantaytambo.
die verlorenen Stadt der Inkas, bedeutet in der Quetschua-Sprache „alter Gipfel“.
Diese gut erhaltene Ruinenstadt der Inka liegt in 2‘360m Höhe auf einem Bergkamm der Anden. Erbaut wurde die Stadt vermutlich um 1450 von Pachacútec Yupanqui, einem Herrscher der Inka, der von 1438 bis 1471 regierte. Eingebettet zwischen dicht bewachsenen Bergen war die Stadt für die spanischen Eroberer im 16 Jh. unsichtbar und blieb dadurch unentdeckt. Die Stadt umfasste 216 steinerne Bauten, die mit einem System von Treppen verbunden waren. Etwa 3‘000 Stufen sind heute noch erhalten, ebenso wie die Aussenmauern der zum Teil mehrgeschossigen Wohnbauten. Sinn und Zweck dieser Stadt sind bis heute umstritten. Es existieren über sie keine Überlieferungen bzw. wissenschaftliche Aufzeichnungen, weshalb nur Vermutungen angestellt werden können.
Die wunderschöne Fahrt im Zug von Cusco aus, führt entlang den Andenhängen hinunter in eine feuchtere Region, zum Fuss des Berges, auf dem Machu Picchu liegt. Sie kann heute aber auch auf den ursprünglichen Wegen besucht werden, auf dem bekannten Inkaweg. Er startet am Ufer des Rio Urubamba am Bahnkilometer 82 und führt in 4 Tagen über 3 Viertausender nach Machu Picchu. Die Anzahl der Wanderer die täglich den „Trail“ begehen dürfen, ist limitiert und sollte daher im Voraus gebucht werden.
die Hochlandstadt am Titicacasee ist Ausgangsort für verschiedene Ausflüge in die Umgebung und auf dem See.
Puno hat 118.000 Einwohnern und liegt in einer Bucht des Titicacasees. Die Stadt wurde im 17. Jh. vom Vizekönig Pedro Fernandez Castro Andrade, dem Conde de Lemos, gegründet.
An der Plaza Mayor (Hauptplatz) ist die barocke Kathedrale und gegenüber das Haus des spanischen Vizekönigs Conde de Lemos.
Puno ist ein bei Touristen beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Inseln im Titicacasee, Amantani und Taquile. Neben diesen „echten“ Inseln im Titicacasee existieren auch die schwimmenden Inseln der Uros. Hierbei handelt es sich um künstliche, aus Schilfgras gebaute Inseln, auf denen noch heute etwa 2.000 Uro-Indigenos leben.
Der Titicacasee ist der grösste Süsswassersee Südamerikas. Mit einer Fläche von über 8‘000 Quadratkilometern ist er fast 13 Mal so gross wie der Bodensee. Er befindet sich auf dem Altiplano, der Hochebene der Anden; der westliche Teil des Sees gehört zu Peru, der östliche zu Bolivien.
früher das El Dorado Südamerikas, heute Hauptstadt der Artenvielfalt und Startpunkt für Urwaldabenteuer.
Die Stadt liegt im Tropenwald des Amazonas Tieflandes. Benannt wurde sie nach dem Entdecker Faustino Maldonado, der 1860 im Tropenwald eine Expedition leitete und seither verschollen blieb. Bei Puerto Maldonado mündet der Rio Tambopata in den Rio Madre de Dios, welcher nach einer langen Schlaufe durch Bolivien und Brasilien in den Amazonas fliesst. Goldfunde an den Ufern der verschiedenen Flüsse zog in den 70ern Abenteurer aus aller Welt hierher. Die strategisch günstige Lage der Ortschaft, durch den Zusammenfluss der beiden Flüsse und auch der Hauptverbindungsstrasse nach Cusco und Brasilien, liess die Stadt schnell wachsen. Heute ist der Goldboom fast komplett abgeflaut, nur noch wenige Einheimische waschen in Mühsamer Arbeit etwas wenig Gold aus den Flüssen.
Bei verschiedenen Expeditionen von Naturforschern und Universitäten wurde die noch praktisch unberührten Primärwäldern erforscht und es entstanden mehrere Nationalreservate. Einigen dieser Naturschutzgebiete sind heute durch Herbergen für Touristen zugänglich gemacht worden, so entstand eine neue Art von Tourismus, welche sich der Artenvielfalt und dem Erhalt dieser noch intakten „grünen Lunge“ verschrieben hat.